Psychologische Analyse von Prinz Marcus

Benedikt Held vom Kanal „RedeFabrik“ hat Prinz Marcus mit Hilfe des Big Five Modells psychologisch analysiert

In diesem Video nimmt Benedikt Held von der Redefabrik (über 300.000 Abonennten) eine psychologische Analse vor. Und zwar bei keinem anderen als Prinz Marcus von Anhalt, im Interview mit Tim Gabel. Dabei verwendet er sowohl die Werte, die Tim über Prinz Marcus herausgefunden hat, als auch seine eigenen, um die Details herauszustellen:

Hier das Transkript dieses Videos (Analyse mit dem Big Five Test des Tim Gabel Interviews)

Prinz Marcus von Anhalt:

„Ich bin reich – und ich scheiss‘ auf alles! Und das ist geil! Und da haben die mich schon so oft kopiert und sogar ein Musikvideo daraus gemacht und ich find das einfach geil. Weil, wenn du Michael Jackson oder Elvis Presley bist, dann wirst du kopiert!“

Benedikt Held:

Welche Persönlichkeit hat ein Mensch, der so etwas sagt?

In dieser psychologischen Analyse werden wir uns den Zuhälter Prinz Marcus von Anhalt im Interview bei Tim Gabel mal genauer anschauen,

…und das anhand des Big Five Persönlichkeitstests – und auch, was du von diesem Persönlichkeitstest lernen kannst. Das erfährst du in  dieser Analyse. Also viel Spaß damit und viel kommunikativen Erfolg!

[INTRO REDEFABRIK]

Herzlich willkommen, Benedikt Held von der RedeFabrik hier, und heute schauen wir uns mal das Tim Gabel mit Prinz Marcus von Anhalt Interview an. Super spannend, ihr habt es euch ganz oft gewünscht, und es ist auch sehr interessant! Danke für euren Vorschlag und wenn ihr noch weitere habt dann schreibt sie gerne unten in die Kommentare.

Wir springen jetzt gleich mal rein ins Interview:

Marcus: „Wie gesagt, ich habe dieses Mädchen kennengelernt, die war halt Prostituierte. Und in die habe ich mich dann verliebt. Bei mir entstand ja auch ein Vakuum, nachdem die Franzi mich so betrogen hatte und… ich habe schon immer ein bisschen so nach der Liebe gesucht und hab‘ die nicht gefunden. Und weil ich so verliebt war und erkannt habe:

‚Eine Frau, die 16 Stunden am Tag im Bordell arbeitet und dir das ganze Geld gibt… die ist so selbstlos – andere sagen dumm – aber für mich ist die so selbstlos und macht das aus Liebe… Da kann es ja gar nicht stimmen, dass sie dich nicht liebt!'“

Das ist, aus psychologischer Sicht gesehen, etwas problematisch. Aber auch sehr interessant, weil er sagt, dass er „die Liebe gefunden hat,“ in dem er gesehen hat, dass eine andere Person sich komplett für ihn aufopfert – was schon mal stark auf Narzissmus hindeuten könnte, weil man ja normalerweise sagen würde, dass wahre Liebe in dem gefunden wird, wie du für eine andere Person empfindest und vielleicht sogar wie du dich für die andere Person aufopferst.

Aber nicht – zumindest nicht nur – wie die andere Personen sich gegenüber dir aufopfert und du darin quasi den Beweis für die wahre Liebe siehst. Man kann natürlich jetzt nicht einzelne Aussagen schon gleich zu einer Persönlichkeitsanalyse zur ganzen Personen deuten, trotzdem schon mal ein spannender Wink zum Thema Narzissmus.

Marcus: „Dein Freund hat einen kleinen Handy-Repairladen, wo er von iPhones die Glasscheibe repariert, für 35 oder 40 Euro.

Im Vergleich zu dem bin ich Steve Jobs! Verstehst du?“

Das ist natürlich ein ziemlich überzogener Vergleich… also, nur zum Kontext: Er hat hier quasi darüber geredet – er ist ja Zuhälter und auch der Freund von Tim Gabel ist ja Zuhälter… er will hier quasi sagen, dass, im Bezug auf Appleprodukte, der andere der Handy-Repairladen ist und er ist Steve Jobs. Also der Erfinder der ganzen Sache, was natürlich völlig überzogen ist.

Man weiß natürlich jetzt hier noch nicht:

Kommt diese Aussage wirklich von internen psychologischen Narzissmus?

oder liegt so eine Aussage auch daran, dass er natürlich ganz genau weiß, dass er damit sehr polarisieren kann, sehr auffallen wird, und dadurch auch Aufmerksamkeit auf sich zieht.

In jedem Fall will er aber hier Aufmerksamkeit dadurch erzeugen, es könnte aber auch auf psychologische Faktoren intern zeigen.

Das ist eine ganz wichtige Sache in der psychologischen Persönlichkeitsdiagnostik, deswegen erst mal kurz was dazu:

Wenn du einzelne Aussagen hast, hast du den Vorteil, dass normalerweise die Leute jetzt nicht denken, dass das auf die Persönlichkeit zeigt und deswegen verändern die Leute ihre wörtlichen Aussagen auch nicht so stark, wie wenn sie jetzt einen Persönlichkeitstest ausfüllen würden.

Allerdings, aus wissenschaftlicher Sicht, ist sowas natürlich null genormt, null reliabel und null valide. Deswegen gibt es in der Psychologie eben Persönlichkeitstests:

Der mit Abstand am weitesten genutzte, beste, beziehungsweise der Goldstandard der Psychologie zur Zeit ist der sogenannte Big Five Persönlichkeitstest.

Deswegen heute auch mal keine Buchempfehlung, sondern ich bin sehr froh heute eine Kooperation zu haben mit dem Übersetzer, also der deutschen Version, von diesem Big Five Persönlichkeitstest, und zwar in der Version, die von Dr. Jordan Peterson – den habe ich ja hier auch schon des Öfteren auf dem Kanal empfohlen – und seinen Kollegen erstellt wurde.

Ich verlinke dir unten in der Videobeschreibung den Link, damit du diesen ganzen Test ebenfalls machen kannst. Das ist ein kostenpflichtiger Test, mit dem Gutscheincode „RedeFabrik“ kriegst du allerdings noch einen Rabatt! Und auf dieser Seite – auf UnderstandMyself.de – kriegst du wirklich eine gute Persönlichkeitsdiagnostik.

Generell erst mal, damit du verstehst wie eine solche Persönlichkeitsdiagnostik in der Psychologie funktioniert: Also du hast jetzt eine gewisse Dimension, beispielsweise Introversion / Extraversion. 

Jetzt ist es nicht so, dass du die ganze Menschheit nur in dieses eine Kontinuum einteilen kannst, man könnte es natürlich machen… aber dann hättest du nur zwei Hälften einer Persönlichkeitsdimension und es wäre natürlich viel zu einfach für die Vielzahl der Persönlichkeitseigenschaften, die wir Menschen haben.

Da gibt es Tests, bei denen vielleicht vier Farben oder Typen oder was auch immer rauskommen. Die sind relativ nett und schön anzusehen, allerdings wissenschaftlich sehr wenig reliabel.

Dann gibt es welche, mit irgendwie 16 Typen… und, tatsächlich, ist der mit Abstand beste, oder, wie gesagt, am öftesten verwendete, ist der sogenannte Big Five Test, der 5 verschiedene Persönlichkeitsdimensionen abdeckt.

Auf jeder dieser fünf verschiedenen Dimensionen bist du auf einer Skala, die wie so eine Gaußsche Glockenkurve – ich blende sie hier für dich ein – verteilt ist. Das heißt, es gibt Leute, die sind eher weniger oder eher mehr introvertiert, beziehungsweise extrovertiert. Wenn du so auf dem Perzentil 35 bis 65 bist, dann bist du quasi im Mittelfeld. Darunter hast du eine geringere Ausprägung, darüber hast du eine größere Ausprägung.

Bei diesem Test beantwortest du 100 Fragen. Es ist so, dass die Ergebnisse dieser 100 Fragen dann in zehn verschiedene Teilaspekte, oder auch Facetten, runtergebrochen werden, wobei immer zwei dieser Teilaspekte zu einem dieser fünf Hauptfaktoren der Persönlichkeit zusammengerechnet werden.

Und diesen wissenschaftlich anerkannten Persönlichkeitstest, den hat auch Prinz Marcus von Anhalt für dieses Interview gemacht!

Schauen wir doch mal rein, was die erste Dimension bei ihm aussagt:

Tim: „Du bist bei ‚Agreeableness‘ auf der 2ten Perzentile, einer von 50. Das heißt, du bist ein… also dir fällts absolut alles andere als schwer, Nein zu sagen!“

Und daran seht ihr schon, dass diese einzelnen Dimensionen Vor- wie Nachteile haben können. Zum Beispiel bei mir – wenn man das Mal mit meinen Werten vergleicht – ich habe…

Also ‚Agreeableness‘ ist diese Hauptdimension – die heißt ‚Umgänglichkeit‘ auf deutsch – und die ist bei mir im 71ten Perzentil. Das heißt, ich bin ziemlich umgänglich. Diese besteht aber aus zwei Teilaspekten oder Unterfacetten, und zwar zum einen aus ‚Mitgefühl‘ – das ist bei mir sehr hoch, da bin ich auf der 85ten Perzentile.

Dieser eine Wert, 85tes Perzentil in Mitgefühl, sagt allerdings noch relativ wenig aus: Wenn ich zum Beispiel jetzt einen sehr hohen Mitgefühlswert habe, könnte das sehr positiv sein, weil ich mich in andere hineinversetzen kann, für andere da bin, und so weiter. Es könnte allerdings auch negativ sein, wenn ich mich dann zum Beispiel nicht durchsetzen könnte und meine eigenen Bedürfnisse dann vernachlässigen würde.

Deswegen ist es wichtig, sich immer alle 10 Teilaspekte und die 5 Hauptdimensionen  in Kombination miteinander anzuschauen.

Es gibt zum Beispiel einen anderen Teilaspekt, wie ‚Durchsetzungsvermögen‘… und es ist immer wichtig, dass man sich die alle anschaut.

Also bei Mitgefühl liege ich hoch, im 85ten Perzentil. Allerdings in ‚Höflichkeit‘ dann im 45ten Perzentil, also genau im Durchschnitt quasi. Das würde jetzt zum Beispiel hier bedeuten „durchschnittlich höfliche Menschen können einerseits achtungsvoll gegenüber Behörden und Autoritäten auftreten, andererseits aber auch deren Status in Frage stellen, wenn es nötig ist.“

Das hat also Vor- und Nachteile, je nachdem wo du dort bist. Dieses 85te Perzentil und jener 45te Perzentilwert, also Mitgefühl und Höflichkeit, die werden zusammengerechnet zu diesem Oberfaktor der ersten Dimension ‚Umgänglichkeit‘. Oder, wie Tim hier sagte, ‚Agreeableness‘.

Tim: „Nächste Sache ist ‚Pflichtbewusstsein‘. In Pflichtbewusstsein bist du außerordentlich hoch, und zwar 97te Perzentile! Pflichtbewusstsein, wie der Name sagt, besteht einmal auf Strukturbedürfnis, das heißt dein Ordentlichkeitssinn. Du bist ein sehr ordentlicher Kerl. Also, einmal ist das Ordentlichkeitssinn, und auf der anderen Seite ist das vor allem die Disziplin.

Marcus: „Disziplin ist das A und O im Leben! Es ist so!“

Tim: „In beiden Dimensionen bist du 1 aus 20, also du hast eine extreme Merkmalsausprägung, also sehr sehr hoch.“

Und auch hier sieht man wieder: Kann alles Vor- und Nachteile haben.

Bei mir ist es zum Beispiel so, dieser Faktor ‚Gewissenhaftigkeit‘ ist bei mir auch sehr hoch ausgeprägt.

Vor allem weil ich ein sehr hohes ‚Fleiß-‚ Level habe. Bei ‚Ordentlichkeit‘ bin ich auch eher hoch, allerdings jetzt aber nicht so hoch wie in Fleiß. Auch hier werden wieder die Werte der beiden Teilaspekte zusammengerechnet.

Was ich vor allem bei solchen Persönlichkeitsprofilen wichtig finde, ist, dass du natürlich zum einen, in gewisser Weise, schon daran arbeiten kannst und vielleicht schaust, wie du gewisse Dinge – wo du sie jetzt vielleicht negativ anwendet – etwas abschwächen kannst. Und zum anderen dann aber auch schaust, wie kannst du die Persönlichkeitseigenschaften, die du nun mal gerade hast, bestmöglich einsetzen!

Also, dass du schaust, dass zum Beispiel eine hohe Ausprägung in Ordentlichkeit jetzt nicht zu pedantisch wird, du dann aber wirklich sagst „Okay, ich bin halt ein sehr ordentlicher und strukturierter Mensch!

Wie kann ich diese Persönlichkeitseigenschaft am besten zu meinem Vorteil nutzen?“

Während, wenn du aber auf der anderen Seite vielleicht wenig Struktur hast und dadurch beispielsweise sehr kreativ bist, dann kannst du das wiederum in anderen Fächern wirklich sehr gut nutzen. Mache also entweder den Test und überlege auch mal für dich selbst:

Wie kannst du die Persönlichkeitseigenschaften, die du hast, bestmöglich verwenden?

Schauen wir noch mal weiter, was beim Persönlichkeitstest von Marcus rausgekommen ist:

Tim: „…und das ist ‚Extrovertiertheit‘: 99tes Perzentil! Das ist die positive Emotionsdimension, das ist das, wenn du immer von Positivität sprichst.

Marcus: „Ich lieb‘ sie!“

Tim: „Extraversion ist im Grunde genommen eigentlich nur Folgendes: Du kriegst Energie wenn unter Leuten bist.  

Das zweite ist ‚Enthusiasmus‘, du bist 95te Perzentil: Du freust dich super, „gleich gehts los“, du ziehst deine Freunde mit… du bist auf jeden Fall ein sehr positiver Kerl, da kommt deine Positivität her.

Marcus: „Ja, das das Wichtigste im Leben!“

Tim: Das zweite ist die Selbstsicherheit: 1 aus 50! Das ist sehr viel! Du bist ein extrem selbstsicherer Kerl!

Marcus: „Das sind 2 Prozent.“

Tim: „Also ‚Neurotizismus‚ ist die negative Emotionsdimension. Die wird durch zwei Dinge charakterisiert, einmal: Wie reagiert dein Nervensystem auf eine Einheit Ungewissheit. Das heißt, sagen wir, da läuft irgendeine Scheiße ab und vor der hast du Angst.

Aber du Marcus, du hast keine Angst: Du liegst hier im 4ten Perzentil… also so sagt es zumindest dein Persönlichkeitstest: Du bist ein furchtloser Kerl. Ein furchtloser Motherfucker!

Marcus: „Yayyy!!!“

Tim: „Ja oder Nein?“

Marcus: „Ja! Weil ich ja unsterblich bin, da brauche ich keine Angst haben!“

Tim: ‚Volatility‘ ist der zweite Aspekt, das ist quasi… wenn ein negatives Ereignis passiert, wie stark beeinträchtigt dich das dann. Du bist da leicht unter dem Durchschnitt.

Das letzte ist deine ‚Offenheit‘: Offenheit ist, wie intellektuell du bist, wie begeisterungsfähig bist du für intellektuelle Ideen und komplizierte Themen. Auch so, wenn du in die Natur schaust – wie schön findest du das dann.

Marcus: „Ich hab‘ aber nicht gewusst, dass ich intellektuell bin. Das hat mich geschockt!“

Tim: „Mich auch… ich bezweifle es immer noch.“

Marcus: „Ich wär lieber der Voll-Assi vom Land, aber jetzt bin ich auch noch ein Intellektueller! Ein intellektueller Assi!“

Und das fasst relativ gut zusammen was ich auch finde: Der Test ist hier meines Erachtens wirklich sehr gut! Ich würde Prinz Marcus von Anhalt psychologisch so charakterisieren, dass er jemand ist, der schon ziemlich intelligent ist und auch ganz genau weiß, wie er mit Menschen spielen kann.

Er macht es, glaube ich, nicht auf eine sehr bewusste Art und Weise, sondern viel auch einfach wie es gerade über ihn kommt und es gerade intuitiv für ihn richtig ist. Da ist ja er aber schon sehr stark im Menschen manipulieren.

Dieser Big Five Persönlichkeitstest beinhaltet ja die größten Dimensionen, die es gibt.

Es gibt da auch noch die „dunkle Triade“, das sind so die negativen Persönlichkeitsdimensionen:

‚Narzissmus‘, wo er sicher sehr hoch ausgeprägt ist, wobei er es, glaube ich, auch noch mal ein bisschen überspitzt, weil er es noch mehr darstellen will als es vielleicht wirklich ist. Aber er ist auf jeden Fall ein starker Narzisst.

Zweitens ‚Psychopathie‘: Das hat man teilweise auch so ein bisschen rausgehört, beispielsweise da wo er quasi sagt, dass die Frauen, die für ihn anschaffen gehen, die verdienen nicht ihr Geld und er nimmt es ihnen weg – sondern die verdienen eigentlich sein Geld! Also, da die Menschen so als Objekt zu verwenden zeigt auch ein bisschen in Richtung Psychopathie.

Wenn du noch mehr über Psychopathie erfahren willst, dann schaue auch gerne mal auf einem Kanal vorbei, dort habe ich ein anderes Video gemacht… und abonniere auch gerne und aktiviere  die Glocke, damit du keine neuen Videos da verpasst.

Der dritte Faktor der dunklen Triade wäre dann ‚Machiavellismus‘: Das ist dieses Machtbesessene, quasi alle Mittel zu nutzen, nur um Macht zu haben und andere Leute zu beeinflussen. Und da ist er durchaus auch sehr stark.

Was auch dazu führt, dass er extrem stark Tim Gabel auch in seinem interview… obwohl er ja interviewt wird und eigentlich nicht der Interviewer ist, der ja die Fragemacht eigentlich hat – da sehr stark den Tim lenkt.

Marcus: „Seit 2008 oder so,  ist ja Prostitution nicht mehr sittenwidrig. Das heißt – damit ihr das auch mal versteht – 

Prostitution ist moralisch genauso zu behandeln wie jedes andere Geschäft auch! Und ihr macht’s heute immer noch nicht! Weil ihr einfach altmodisch seid!

Tim: „Ganz kurz, nur dass wir uns… „

Um hier gleich einzuhacken: Das ist ein Argument, dass wir in der Rhetorik „moralischer Legalismus“ nennen. Das heißt: Nur, weil etwas legal ist, ist es auch moralisch passend. Das ist natürlich nicht der Fall, weil es immer verschiedene moralische Wertansätze gibt.

Er kann es ja moralisch passend finden.

Allerdings zu sagen „Weil es das Gesetz erlaubt, ist es moralisch,“ ist natürlich völliger Schwachsinn.

Das hat man natürlich auch in der Zeitgeschichte gesehen, wo teilweise Dinge gemacht wurden, die zum damaligen Zeitpunkt rechtens waren aber moralisch, nach heutigen Standards, natürlich verachtet werden.

Also hier eine Argumentationstechnik, die erst mal überzeugend wirkt – wie viele andere seiner Argumente, Vergleiche und Metaphern – die allerdings auf logischer Ebene nicht unbedingt schlüssig ist.

Marcus: „…und sich ganz glücklich fühlen, wenn sie einen Tag später 300 Follower mehr haben. Warum? Weil jeder Mensch die Aufmerksamkeit sucht! Auch der, der es nicht zu gibt: Jeder will die Aufmerksamkeit!“

Aus psychologischer Sicht gesehen: Ja, jeder Mensch sucht in gewisser Weise Aufmerksamkeit. Das sieht man beispielsweise schon bei kleinen Kindern, ohne Aufmerksamkeit verkümmern die auch sozial.

Und auch im Erwachsenenalter werden tatsächlich bei physischen Schmerz die gleichen Gehirnregionen aktiviert wie bei Aufmerksamkeitsentzug.

Also stimmt das schon, jeder braucht ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit.

Dann aber: Dieses Maß an übersteigertem Aufmerksamkeitsbedürfnis auf alle schlusszufolgern ist natürlich auch in gewisser Weise eine gute Reflektion davon, wie er über die Welt denkt – und nicht wie die Welt, psychologisch gesehen, wirklich „ist“.

Hier auch nochmal eine Metapher:

Marcus: „Wie der Löwe mit der großen Mähne da steht, so, und alle Löwenmädchen gucken…“

Der Löwe mit der Mähne. Ja, das ist ein Beispiel, welches natürlich auch wieder extrem schlüssig scheint und, ja, bei dem ist es so, der will vielleicht auch die Aufmerksamkeit. Wobei, auch nicht immer, weil der Löwe auch oft schläft und so weiter.

Allerdings ist es nur ein Beispiel von ganz vielen verschiedenen Tieren und deswegen natürlich kein unbedingt schlüssiges Argument.

Also man kann schon sagen, dass Prinz Marcus von Anhalt insgesamt jemand ist, der – egal, wie hoch jetzt sein IQ ist – schon intelligent ist in der Art und Weise, wie er im sozialen Setting die Realität im Endeffekt auch „kreiert“ und das Bild, was andere von ihm wahrnehmen sollen, eben auch gerade schnell und klar kreiert.

Wichtig bei solchen Personen, um sich möglichst stark stützen zu können… schaut euch dazu auch gerne noch mal das Ende des Interviews von Tim Gabel an – es ist superschwer in solchen Situationen das direkt zu durchschauen. Aber je mehr Wissen man hat, je mehr Erfahrungen man in diesem Bereich gemacht hat, desto besser kann man das auch.

Und eben auch, wenn man die Persönlichkeitsdimensionen kennt – welche es überhaupt mal gibt, wie gesagt, das sind diese Big Five die wichtigsten – und auch von sich selbst weißt „Wo sind vielleicht meine Schwächen“, kann man sich besser einschätzen, dass man auf so etwas nicht so schnell hereinfällt.

Ich verlinke dir den Test in der Videobeschreibung und auch in einem Kommentar.

Du kannst dir diesen Test von Dr. Jordan Peterson gerne anschauen,  ich kann dir diesen Big Five Persönlichkeitstest sehr empfehlen.

Ich wünsche jetzt noch einen schönen Tag und viel kommunikativen Erfolg!

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